
Methoden und Tests
Nach Absprache mit dem Auftraggeber und den Teilnehmern bieten wir folgende Testverfahren an:
COI, IDI, The International Profiler, DISG, MBTI
COI - Cultural Orientations Indicator
Der Cultural Orientations Indicator® (COI®) ist ein geprüftes Tool zum Feststellen persönlicher kultureller Vorlieben. Anhand dieses Profils können Einzelpersonen ihre Vorlieben mit den durchschnittlichen Profilen anderer Kulturen vergleichen.
Die in dem Profil enthaltenen Informationen können zur Entwicklung bestimmter multikultureller Geschäfts-, Management-, Vertriebs-, Marketing-, Verhandlungs- und Mitarbeiterführungsfähigkeiten eingesetzt werden.
Der COI® ist statistisch valide und entspricht den Anforderungen der American Psycholigical Association. Die Zertifizierung zum anerkannten COI-Lizenznehmer erfolgt nach strengen Auswahlkriterien.
Der COI® integriert in seinem 10-dimensionalen Kulturmodell die Theorien führender Wissenschaftler:
Milton Bennett
Kluckhohn/Strodtbeck
Edward T. Hall
Geert Hofstede
Hampden-Turner
Fons Trompenaars
Die Aufteilung in Dimensionen hilft, sich mit den Aspekten kultureller Unterschiede auseinander zu setzen und zu erfahren, wie beispielsweise bestimmte Denkstrukturen den individuellen Kommunikationsstil und/oder den Umgang mit Zeit beeinflussen.
IDI
Der IDI-Test besteht aus 50 Elementen, die sich auf das Entwicklungsmodell der Interkulturellen Sensibilität (DMIS, Developmental Model of Intercultural Sensitivity) von Milton Bennett beziehen.
Empirisch gemessen werden sechs Orientierungen auf einer Skala, die von extremem Ethnozentrismus bis zum Ethnorelativismus reicht.
Der IDI unterstützt Personen dabei:
- die Entwicklungsstufen interkultureller Sensibilität zu verstehen, die sie zu größerer interkultureller Effizienz führen
- die Wahrnehmung für die eigene interkulturelle Sensibilität zu erhöhen
- das Verständnis von Organisationen für den interkulturellen Entwicklungsbedarf ausgewählter Gruppen und Personen zu heben
- die Effizienz von diversen Trainings, Coachings und Beratungen hinsichtlich der Förderung interkultureller Kompetenz zu evaluieren
- den Eintritt in eine neue Kultur vorzubereiten, wie z.B. in einen multinationalen Kontext, ein neues Land, oder eine Funktion im eigenen Land, die mit vielen Unterschieden umgehen muss
- den Trainings- und Entwicklungsbedarf für interkulturelle Kompetenz zu erheben
Das IDI kann sowohl Einzelprofile als auch Gruppenprofile erstellen.
The International Profiler
Der International Profiler (World Work Ltd.) überprüft anhand zehn Fähigkeiten und 22 Einstellungen die im internationalen Führungsverhalten und im interkulturellen Umfeld unabdingbaren Kompetenzen.
Er hilft kulturelle Erfahrungen zu überdenken und erforderliche Fähigkeiten im neuen interkulturellen Umfeld zu reflektieren.
Untersucht werden:
1. Offenheit
2. Flexibilität
3. Persönliche Autonomie
4. Emotionale Stärke
5. Wahrnehmungsvermögen
6. Orientierung beim Zuhören
7. Transparenz
8. Kulturwissen
9. Beeinflussung
10. Synergie
DISG
Das DISG-Profil ist ein Verfahren zur Persönlichkeitsbeschreibung.
Es wurde von dem Psychologen William Marston und von John Geier, Professor für Verhaltenspsychologie, entwickelt.
Ziel ist die standardisierte Erfassung des Selbstbildes einer Person in Hinblick auf relevante Verhaltenstendenzen und -präferenzen in einer bestimmten Situation. Die Erkenntnisse sollen Menschen dabei helfen, sich selbst bzw. eigenes Verhalten besser zu verstehen und die Kommunikation bzw. Zusammenarbeit mit anderen zu optimieren.
DISG steht für die vier Grundverhaltenstendenzen:
1. D = Dominant dominance
2. I = Initiativ influence,
3. S = Stetig steadiness
4. G = Gewissenhaft conscientiousness
Nach dem DISG-Modell ist die Persönlichkeit eine Funktion einer Wahrnehmung und Reaktion einer Person auf die jeweilige Lebenssituation.
Das DISG-Persönlichkeitsprofil diagnostiziert bestimmte Ausprägungen von Verhaltenstendenzen einer Person anhand der Zuordnung des eigenen Profils der Quadranten.
Aus den vier grundlegenden Verhaltensdimensionen ergeben sich unter der Berücksichtigung der unterschiedlichen Kombinationsmöglichkeiten insgesamt 20 verschiedene Mischformen (ausgeprägte primäre und sekundäre Verhaltenstendenzen).
Das DISG gibt zu ganz verschiedenen Fragen Informationen – z.B.:
1. Welche Stärken hat eine Person?
2. Welchen Arbeitsstil bevorzugt eine Person?
3. Welches Umfeld braucht die Person, um sich optimal entfalten zu können?
4. Was sollten Kollegen tun, um mit dieser Person gut auszukommen?
5.Welche Konfliktpotentiale gibt es und wie lassen sich diese schon im Vorfeld reduzieren?
6. Wozu ist eine Person "berufen"?
MBTI
Der MBTI wird beim Einzelcoaching bei Themen wie Persönlichkeitsentwicklung, Laufbahnplanung und Teambildung angeboten.
Basierend auf den "Psychologischen Typen" von C.G. Jung entwickelten Myers und Briggs einen Fragebogen, der bestimmte Muster und Züge menschlichen Grundverhaltens verständlich und transparent macht.
C. G. Jung hat herausgefunden, dass bei Menschen im Wesentlichen zwei mentale Prozesse ablaufen: Wahrnehmen und Entscheiden.
Der MBTI identifiziert mit 90 Fragen diese Persönlichkeitsmerkmale, die zentralen Neigungen und Verhaltensmustern von Personen, Teams oder Organisationen. Zu- und Abneigungen gegenüber Arbeitsweisen, Aufgabenstellungen und Arbeitsumgebungen werden transparent.
Er erklärt wie Menschen Informationen aufnehmen und strukturieren, Entscheidungen treffen und ihr Leben führen.
Der eigene Führungsstil wird bewusst und kann im Abgleich mit der Organisations- und Mitarbeitersituation modifiziert werden.
Um diese Prozesse herauszuarbeiten, greift der Indikator auf acht Präferenzen zurück:
- Extraversion – Introversion
- Sensitives Wahrnehmen - Intuitives Wahrnehmen
- Entscheidungen auf Daten und Fakten (Thinking) - auf Werten und Überzeugungen (Feeling)
- Strukturierter, beurteilender (Judging) – chancenorientierten, offener (Perceiving) Lebensstil
Ziel ist:
- Schärfung der Wahrnehmung, des Bewusst-Seins und der Sinne
- Erkennen der eigenen "Muster" und Verhaltensweisen
- mehr Verständnis für sich selbst
- mehr Einfühlungsvermögen und Toleranz anderen gegenüber
- Verbesserung der partnerschaftlichen Beziehung
- Erkennen von persönlichen Gaben, Fähigkeiten, Stärken und Schwächen
- Erkennen des eigenen "Führungsstils"
- Erkennen, ob sich persönliche Präferenzen und berufliche Aufgaben entsprechen
- Laufbahn/Karriereplanung
- Verbesserung der sozialen Kompetenzen
- bessere und effizientere Kommunikation.